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Drei Künstler, drei Charaktere, drei Malstile und ein gemeinsames Ziel
ART HOPPING PROJECT - EINE IDEE SETZT SICH DURCH
Lange befreundet und gemeinsam künstlerisch aktiv im Raum zwischen Köln und Bonn brachen drei Maler auf, um ihre Malerei einem breitem Publikum in einem Künstleratelier [drai] zu präsentieren. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, setzen die Künstler diesen Gedanken mit ihrem „art hopping project köln“ um. Sie bestücken in ganz Köln leerstehende Ladenlokale. Den Anfang machten sie in der Marzellenstraße 45 - 49 in der Kölner Innenstadt. Unterstützt von der Firmengruppe Bachem und der Immobilienverwaltung Ach blühte ein leerstehendes Ladengeschäft auf und erhellte die Nachbarschaft. Die Inhaber der umliegenden Geschäfte waren begeistert, begrüßten die Künstler aufs herzlichste und boten tatkräftig ihre Unterstützung an. Menschen blieben stehen und freuten sich. Besuchergruppen des nahe gelegenen Hotels Hilton machten halt an der hell erleuchteten Galerie und ließen Anschriften aus aller Welt zurück.„Die Marzellenstraße hat deutlich an Attraktivität gewonnen und das völlig ohne Kosten“ - so die Anwohner und deren Besucher. Nun sind die Künstler weitergewandert und arbeiten am Wiener Platz in Köln-Mülheim (Clevischer Ring 1a). Auch hier ist der gleiche Effekt zu beobachten. Menschen bleiben stehen und plötzlich wird Kunst zu einem Thema in der täglichen Unterhaltung. Menschen kommen mit einander ins Gespräch, die nie zuvor ein Wort gewechselt hatten.
DOCH WER SIND DIE DRAI ?
Katja Walter studierte in Wien an der Akademie der Bildenden Künste Tapisserie. Ihr Schwerpunkt liegt in der Ölmalerei. Sie arbeitet mit kleinen und großen Formaten. Ein gutes Beispiel ist ihre Diplomarbeit, bei der beide Formate gekonnt miteinander verknüpft sind. Dabei verwendet sie stets reine, leuchtend bunte Farben. Katja Walter trägt die Ölfarben in mehreren Farbschichten auf, so dass ein visuelles Eintauchen in eine besondere Tiefe gegeben ist. Erst nach längerer Betrachtung verwandeln sich die scheinbar abstrakten Formen in Landschaften, Figuren und vieles mehr. Großes Anliegen ihrer Malerei ist es, dem Betrachter auch die Freiheit und Zeit zu geben, die es braucht, um eigene Entdeckungen zu machen.
Dr. Renáta Mussett stammt aus der Slowakei, wo sie u.a. Bildende Kunst studiert hat. Sie sagt über sich: „Es gibt für mich nichts schwierigeres als meine eigenen Bilder zu beschreiben. Meine Bilder, das bin ich. Es sind meine leisen Gedanken, mit Hilfe der Farben und Formen ausgedrückt. Obwohl der Betrachter die expressiven und schnellen, wahrscheinlich auch zufälligen Bewegungen des Pinsels sehen kann, sind die Werke innerlich durchdacht, gelebt und genau komponiert. Ich glaube nicht, dass meine Arbeiten dem Betrachter irgendwelche Fragen stellen oder sogar Antworten geben können. Ich möchte aber glauben, dass meine Bilder den Menschen eine individuelle Wahrnehmung, Interpretation und die Suche nach eigenen Fragen und Antworten ermöglichen.“
Torsten Gripp ist Autodidakt und völlig losgelöst von Tradition und Lehre. Diese Tatsache macht ihn experimentierfreudig. Er ist bei dem Versuch die 'binäre Geschwindigkeit' darzustellen, sehr mit dem Informel (Signifiance de I´informel – Bedeutung des Formlosen) verbunden. Seine Arbeiten entstehen überwiegend als Action Painting Bilder, die spontan und mit großer Geschwindigkeit auf die Leinwand gebracht werden. Bewusst verzichtet er auf beschreibende Bildmotive und kompositorische Regeln werden selten beachtet; dafür erfindet er neue Phantasiegebilde, entsprechend seiner jeweiligen Stimmungslage. Mit einem speziellen Werkzeug werden die Farben direkt aus einem Vorratsbehälter auf die Leinwand gebracht. Es gibt keinen Umweg über einen Pinsel oder Spachtel. Die Bewegung der Hand des Künstlers wird unmittelbar auf der Leinwand gespiegelt. Eine Geste wird so zum Kunstwerk. Es entstehen dabei keine Werke von austauschbarer Beliebigkeit, sondern Abbilder der Auseinandersetzung mit religiösen und weltlichen Themen. Reflexionen der Erlebnisse des Menschen und Malers Torsten Gripp. Auf diese Weise gerät bei Gripp das Malen zum echten Malakt mit all seinen faszinierenden Facetten. Mal ist es eine einzige Linie, die von einer anderen gekreuzt zum Nachdenken zwingt oder durch ihre Schlichtheit eine Dominanz gewinnt, die Staunen lässt; mal ist ein kleiner Farbfleck auf einer weißen Fläche, die Verwunderung hervorruft und damit neue Zusammenhänge im Kopf des Betrachters entstehen lässt. Die Farben werden in der Regel nicht gemischt, sondern in ihrer Reinheit genutzt. Klarheit nicht nur in der Linienführung, sondern auch bei der Farbwahl. Eine Mischung der Farben entsteht erst auf der Leinwand, wenn sie nachträglich mit einem Rakel oder der Hand verwischt werden. Diese verwischten Linien sind es, die Gripp besonders liebt. Kann er doch auf diese Weise die --binäre Geschwindigkeit-- darstellen. Angeregt durch seine Arbeit mit dem Computer fasziniert ihn die Geschwindigkeit, mit der diverse Rechenoperationen durchgeführt werden können.
“Digitale Fotos werden aufgesplittert in einen binären Zahlencode, durch elektrische Halbleiter, Widerstände und Schaltkreise geschickt und weltweit auf Bildschirmen sichtbar gemacht. Form verliert seine Ursprünglichkeit, um dann erneut sichtbar zu werden; ich versuche die Welt dazwischen zu zeigen!â€, so der Künstler.
Zur Verdeutlichung verwendet er auch kleine Bauteile aus Computern, die in die Malerei eingearbeitet werden und schafft so Collagen von eindringlicher Intensität.
Die Ateliergemeinschaft [drai] wurde im November 2003 in Köln gegründet. Pressestimmen
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